Mit klarem Blick ins neue Jahr: Augentraining

Die Linzer Grinberg-Praktikerin Marion Weiser gibt in ihren Kursen Tipps, wie man die eigene Sehleistung wieder verbessern kann
„Die sechs Augenmuskeln um den Augapfel spielen eine wesentliche Rolle. Diese Augenmuskeln sind so groß und dick wie der kleine Finger“, so Weiser.

Bewegung
Das Auge ermittelt mit Mikrobewegungen die Umgebung, um scharf zu sehen. Dazu braucht es nicht nur die Beweglichkeit in der Augenmuskulatur, sondern auch in den Kiefer- & Kaubereichen, sowie in der Nacken- & Schulterpartie. Speziell die Halswirbelsäule ist für den Informationsfluss und der Koordination – Sehen – Handeln – zuständig.

Grundsätzlich gilt: je geschmeidiger der Körper, desto besser für die Augen.

Stundenlanges, fixiertes Schauen in den Computer oder bei Kindern das Computerspielen erzeugt eine konstante Fixierung und Anspannung in den Augen. Das wiederum führt zur Fehlsichtigkeit.

Atmung
Das Atmen ist nicht nur für die Konzentration und die Lern- & Merkfähigkeit notwendig. Der Sauerstoff im Blut versorgt nicht nur das Gehirn, sondern auch die Augen. Je besser die Augen durchblutet sind und je mehr Sauerstoff im Blut ist, desto besser werden die Augen genährt.
Was mir immer wieder bei den Klienten und auch bei den Teilnehmern in verschiedenen Seminaren aufgefallen ist:
Je konzentrierter die Personen sind, desto fixierter sind die Augen (ev. auch mit Anstrengung und Falten rund um die Augen) und desto weniger atmen sie.

Gehirntraining
Rund 90 % des Sehens passiert im Gehirn. Das rechte und das linke Auge geben die Impulse an die Makula und die Netzhaut verkehrt weiter, über den Sehnerv gelangen die Bilder ins Gehirn, dort werden sie wieder umgedreht und zu einem 3-D-Bild zusammengefasst.

Am Computer schauen die Augen auf eine zweidimensionale Fläche. Diese Art zu schauen erzeugt Monotonie und es wird vorwiegend die linke Gehirnhälfte beansprucht und ev. auch überanstrengt. Monotonie stumpft die Gehirntätigkeit ab. Daher ist es sehr empfehlenswert, immer wieder Pausen bei der Computerarbeit zu tätigen und mittels Übungen Entspannung, Bewegung, peripheres Sehen und 3-D-Sehen zu praktizieren.

In Studien mit Personen, die an einer multiplen Persönlichkeitsstörung leiden zeigen u.a. folgendes Phänomen: Befand sich jemand in einer bestimmten Persönlichkeit, war er fehlsichtig, nahm er eine andere Persönlichkeit an, hatte er perfekte Sehkraft. Dies weist auf die wesentliche Bedeutung von Gehirn und Geist beim Sehvorgang hin – auf den Zusammenhang zwischen innerem und äußerem Sehen.

Ernährung
Der Glaskörper (Augapfel) besteht zu 98 % aus Wasser. Über Jahre hinweg zu wenig Wasser zu trinken, hat einen logischen Einfluss auf die Sehfähigkeit. Unsere Augen bekommen durch falsche und denaturierte Ernährung nicht genug Vitalstoffe, die für ein gutes Sehen unbedingt notwendig sind.Dass Hasen keine Brillen brauchen, weil sie Karotten essen, hat schon eine gewisse Berechtigung. Besonders die Netzhaut und die Makula benötigen Betacarotin. Interessant ist auch, dass kein anderes Organ im Körper mehr Vitamin C gesammelt hat als die Augenlinse. Vitamin C schützt auch vor Trübungen der Augenlinse (grauer Star). Zeaxanthin, Lycopin, Vitamin E, Selen, Magnesium, Omega 3, Folsäure, Rutin, Vitamin B-Komplex, all diese Vitalstoffe unterstützen die Sehfähigkeit und schützen die Augen.

Natürlich hat eine gute Ernährung auf den gesamten Körper eine positive Auswirkung, dennoch kann über die Ernährung speziell der Gesundheitszustand des Auges beeinflusst werden.

www.marion-weiser.at

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